V6

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Historisches siehe CATIA

CATIA V6 Markteinführung und Ende des Supports

Release Generally Available End of support
3DEXPERIENCE R2016x 04 Feb 2016 04 Feb 2019
3DEXPERIENCE R2015x 20 Feb 2015 20 Feb 2018
3DEXPERIENCE R2014x 24 Feb 2014 24 Feb 2017
V6R2013x 16 Nov 2012 16 Nov 2017
V6R2013 04 May 2012 04 May 2015
V6R2012x 18 Nov 2011 18 Nov 2014
V6R2012 13 May 2011 13 May 2014
V6R2011x 19 Nov 2010 19 Nov 2013
V6R2011 18 Jun 2010 18 Jun 2013
V6R2010x 15 Jan 2010 04 Dec 2012
V6R2010 31 Jul 2009 17 Mar 2011
V6R2009x 12 Dec 2008 28 Jul 2010
V6R2009 29 Aug 2008 13 Feb 2010
V6R2008-1.0 (V6.2) 25 Jan 2008 25 Jan 2009
V6.1 29 Jun 2007 29 Jun 2008

Allgemeines

CATIA V6 verwendet denselben Geometrie-Kernel wie CATIA V5, daher erfolgt die geometrische Modellierung im Prinzip unverändert. Der Umstieg wird somit für Anwender wesentlich einfacher sein, als der Umstieg von V4 zu V5.

Die große Neuerung liegt in der Infrastruktur: Mit V6 gibt es keine filebasierende Verwaltung mit CATParts, CATProduct oder CATDrawing Files mehr. Stattdessen werden alle Daten in einer PLM-Datenbank abgelegt, was die Verwaltung von Versionen, Verwendungsnachweisen, Zugriffsrechten, Freigabe-Status und Freigabe-Abläufen ermöglicht. In den entsprechenden Konfigurationen und Basis-Produkten (COM) ist daher immer schon eine Datenbank und die elementare ENOVIA-Funktionalität enthalten (in CATIA V6 integriert, statt File-Menü). Bereits damit können Entities (Produkte, Parts, Zeichnungen) geladen, versioniert, und für andere Benutzer gesperrt oder freigegeben werden.

Weitere Enovia-Produkte werden benötigt um z.B. Workflows (Freigabe-Prozesse, Archivierungen usw.) zu definieren und anzuwenden, oder Datenstrukturen über Webbrowser (ohne CATIA-Interface) zu verwalten. Folgende Vorteile einer Datenbank-Infrastruktur werden genannt:

  • Konsistente und automatisierte Linkverwaltung (keine Ghostlinks mehr)
  • Alle assoziativen Verwendungen eines publizierten Elements können aufgefunden werden
  • Konsistente Arbeit im Team: Es können mehrere User zugleich im selben Produkt arbeiten (an verschiedenen Parts)
  • Zuordnung eines Besitzers oder Administrators für jedes Part, Sperren der Bearbeitung durch andere User
  • Saubere und eindeutige Versionierung ohne sinnlose Dubletten
  • einheitlicher Zugriff auf alle Daten (statt möglichem Wildwuchs von Ordnerstrukturen)

Der Datenaustausch erfolgt durch eine übersichtliche Export-/Import-Funktion. Das Austauschformat ist jeweils ein spezielles 3dxml-File, das verkapselt sowohl alle nativen Geometriedaten als auch Metadaten (Rechte, Status usw) und/oder vereinfachte Shape-Daten enthalten kann. Außerdem wird eine neue Art der standort-übergreifenden Zusammenarbeit ermöglicht, basierend auf Remote-Login in die Datenbank am anderen Standort (Internet, verschlüsselte Verbindung). Je nach Integrationsstufe und Übertragungsperformance werden die Daten entweder nur temporär heruntergeladen und bearbeitet oder sie werden zuvor in die lokale Datenbank repliziert (kopiert). Die Zugriffsrechte auf die Datenbank werden für jeden Benutzer über entsprechende Rollen gesteuert. Eine Schnittstelle zu SAP Material-Stückliste ist vorhanden.

Neu ist auch der sogenannte Silverlayer, eine Art graphische Navigation durch eine Produktstruktur zusätzlich zum Strukturbaum. Damit können u.a. zu bearbeitenden Umfänge (Parts, Produkte, Teilprodukte, zugehörige Zeichnungen) ausgewählt, deren tesselierte Darstellung angezeigt als auch deren Zustand angezeigt werden (gesperrt, in Arbeit, Eigentümer, Version usw).

Enovia V6 hat großes Zukunftspotential, insbesondere auch durch die Integration von Requirement-Management (Erstellung des Pflichtenhefts und durchgängiger Abgleich mit CAD-Daten) und Issue-Tracking (Verfolgung Offener Punkte).

CATIA V5 wird parallel zu CATIA V6 weiterentwickelt. Derzeit ist kein Termin für das Ende von CATIA V5 definiert. Ein Parallelbetrieb von V5 und V6 über einen längeren Zeitraum wird unterstützt, analog zum Support von V4 nach V5-Einführung.

3DEXPERIENCE

Seit 2014 wurde der Nachfolger zu V6 unter der Bezeichnung 3DEXPERIENCE eingeführt. Geändert hat sich im Wesentlichen die Benutzeroberfläche und Softwarebereitstellung, nicht die Anwendungs-Methodik (Befehle). Anstelle von Menüs und Icons gibt es nur noch eine Icon-Leiste (inhaltlich entsprechend etwa den seitherigen Toolbars), die man entsprechend des ausgewählten Produkts (Part Design, Assembly Design,..) umschalten kann. Damit sind definitiv mehr Klicks erforderlich, um die verschiedenen Befehle aufzurufen, was als Nachteil gesehen werden kann. Anfänger finden die Befehle nicht, weil sie dazu die richtige Leiste aktivieren müssen, erfahrene User benötigen immer noch mehr Klicks bis zum jeweiligen Befehl. Bei 3DEXPERIENCE hat sich zudem geändert, dass ein Cloud-Zugriff angeboten wird. Die eigentliche Software wird nach der Online-Anmeldung am Server im Hintergrund heruntergeladen und lokal installiert. Die Daten werden ebenfalls heruntergeladen, können lokal bearbeitet und auch zwischengespeichert werden, und wieder auf der Remote-Datenbank gesichert werden. Die bidirektionale Kompatibilität zu CATIA V5 ist bei dem entsprechenden Release weiterhin sichergestellt.

Siehe auch

Links